Dokumente via Kommandozeile in eine Sharepoint-Bibliothek laden

Wenn eine große Anzahl von Dokumenten in eine Sharepoint-Bibliothek hochladen möchte so gibt es zwei Möglichkeiten hierfür. Die eine ist, das Hochladen mehrerer Dateien über den Mehrfachupload im Sharepoint. Dies hat aber zum einen den Nachteil, dass die Gesamtgröße aller ausgewählter hochzuladender Dateien nicht die max. Upload-Grenze einer einzelnen Datei überschreiten darf. Ein weiterer Nachteil ist, dass wenn es zu einem Fehler kommt, der Upload unterbrochen wird und man nicht weiß welche Dateien tatsächlich bisher erfolgreich hochgeladen wurden, oder nicht. Auch können bei einem Fehler Dateien in der Bibliothek erzeugt werden, obwohl der Upload Vorgang nicht erfolgreich war. Die Dateigröße beträgt dabei 0 KB.

Die andere Möglichkeit Dateien in eine Sharepoint-Bibliothek hochzuladen ist das Benutzen der Funktion copy, xcopy bzw. robocopy auf der Kommandozeile. Wie funktioniert das?

  1. Kommandozeile durch die Eingabe von cmd starten
  2. Wichtig! Die Person mit welcher die Kommandozeile gestartet wird, muss natürlich über Berechtigungen verfügen Dokumente in die entsprechende Bibliothek hochladen zu dürfen
  3. Die Sharepoint-Bibliothek via WebDAV als Netzwerklaufwerk mit net use verbinden:net use x: \\myserver\sites\sitecollection\doclibname

    um die Bibliothek mit einem anderen Benutzernamend und Passwort zu verbinden

    net use x: \\myserver\sites\sitecollection\doclibname password /user:username

  4. Nun kann man die gewünschten Dateien mit Hilfe des copy Befehls oder aber mit XCOPY, ROBOCOPY die Dateien auch mit der gesamten Ordnerstruktur, wenn erwünscht, in die Bibliothek kopierencopy * x:

    um eine gesamte Ordnerstruktur zu kopieren:

    xcopy * x: /E/C

    (das /C bedeutet, dass im Falle eines Fehlers die Operation weiter ausgeführt wird)

Dies hat auch zur folge, dass man die Gesamtanzahl der Dokumente nicht mehr an die max. Uploadgrenze einer einzelnen Datei gebunden ist, jedoch die Größe einer einzelnen Datei nach wie vor die max. Uploadgrenze nicht überschreiten darf.

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Sharepoint Upload Limit erhöhen und Dateirestriktionen, Zeichenlänge etc.

Beitrag ist nahezu eine komplette Übersetzung des englischen Artikels File Name, Length, Size and Invalid Character Restrictions and Recommendations von Joel Oleson. Man kann diesem Beitrag eigentlich kaum noch was hinzufügen.

Beginnen wir mit der Länge von Dateinamen:

Kurz gesagt … verwenden Sie kurze Namen für Web Applications, Site Collections (nicht mehrere Worte für einen Namen verwenden) und kurze aber aussagekräftige Dateinamen.

Was können wir für Namen verwenden? Auszug aus der MSDN … File names can contain ASCII letters, numbers, periods, underscores, or dashes.

Eine gute Funktion um Skripte, ausführbare Dateien oder andere unerwünschte Dateien aus dem System rauszuhalten ist die sog. Blocked Filetyppes: Funktion WSS 3.0/SharePoint Server 2007 Blocked File Types List.

Wenn zuvor in das System Dateien hochgeladen wurden welche später geblockt wurden, sind diese später entweder nicht mehr änderbar oder aber können nicht mehr geöffnet werden.

Meine in der Regel aus der Blocked Filetypes Liste entfernten Dateiendungen sind .chm (Windows Hilfedateien), .lnk (Dateiverknüpfungen), .url (Internet-Adressen).

Zu der Blocked Filetypes Liste hinzugefügten Dateiendungen sind .mp3 (MP3- Musikdateien), .pst (Outlook persönliche Ordner), .VHD (Virtual PC Festplatte).

Ungültige Zeichen in WSS und MOSS KB, WSS FAQ hat eine gute FAQ zum Thema Zeicheneinschränkungen welcher aus dem WSS Admin Guide stammt.

Zusammenfassung aus beiden Artikeln:

  • In WSS dürfen Sitenamen folgende Zeichen nicht enthalten :+\/*?”<>’|#{}%&~
  • Dateinamen dürfen folgende Zeichen nicht enthalten “#%&:*<>?\/{}|~
  • Dateinamen dürfen nicht länger als 128 Zeichen sein
  • Ordnernamen dürfen folgende Zeichen nicht enthalten :~#%&*{}|\/<>?”
  • Ordnernamen dürfen nicht länger als 128 Zeichen sein

Beim Mehrfachupload ist zu beachten, dass die Gesamtgröße der ausgewählten Dateien nicht höher ist als die erlaubte Größe für Einzeldateien. Wenn man eine große Menge an Dateien hochladen muss, kann man das über die Kommandozeile tun mit Hilfe von XCOPY.

Das blocken zum Beispiel einer .mp3 Datei greift nur für die Dateierweiterung/Dateiendung. Wenn eine .mp3 Datei in .mpx umbenannt wird, kann diese trotzdem hochgeladen werden. Um Dateien auch inhaltlich zu prüfen kann zum Beispiel Microsoft Forefront eingesetzt werden.

Die maximale Uploadgröße ändern

  1. Sharepoint Central Administration öffnen
  2. Application Management
  3. “Web Application General Settings” wählen
  4. “Maximum Upload Size” ändern (maximal 2047 MB sind möglich). Die Wertangaben erfolgt in MB.

Maximum Limit für Webparts erhöhen

  1. Auf dem Sharepoint Server Notepad öffnen
  2. Die Datei web.config aus dem Ordner %Home Laufwerk%\Inetpub\wwwroot öffnen
  3. Ändern Sie den Wert des Attributs PROPERTYSIZE im Element CONFIGURATION\SHAREPOINT\WEBPARTLIMITS auf den gewünschten Wert

IIS Timeout erhöhen

Die IIS Verbindung ist standardmäßig auf 120 Sek. eingestellt. Um diesen Wert zu erhöhen, führen Sie folgende Schritte durch:

  1. Starten Sie den IISMANAGER
  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Virtual Server den Sie Konfigurieren möchten und wählen aus dem Menü Properties
  3. Klicken Sie auf den Website Reiter. Unter Connections können Sie den gewünschten Wert in die Textbox Connection Time-Out eintragen.

Executiontimeout Wert hinzufügen

  1. Aus dem Ordner 12\TEMPLATE\LAYOUTS die Datei web.config im Notepad öffnen
  2. Folgende Konfiguration<location path=”upload.aspx”>
    <system.web>
    <httpRuntime maxRequestLength=”2097151″ />
    </system.web>
    </location>

    duch folgendes ersetzen

    <location path=”upload.aspx”>
    <system.web>
    <httpRuntime executionTimeout=”999999″ maxRequestLength=”2097151″ />
    </system.web>
    </location>

  3. Speichern und schließen
  4. Aus dem Ordner Inetpub\wwwroot\wss\VirtualDirectories\Ordnername die Datei web.config öffnen
  5. Das Attribut EXECUTIONTIMEOUT zum Schlüssel HTTPRUNTIME hinzufügen

    <httpRuntime executionTimeout=”999999″ maxRequestLength=”51200″ />
  6. Speichern und schließen
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Microsoft Sharepoint 2010 on Windows 7 VM

Heute Nacht habe ich die Beta Versionen zu der neuen Office Produktfamilie heruntergeladen um eine Sharepoint 2010 Testumgebung aufzusetzen. Dabei habe ich schnell gelernt, dass es nicht mit einem einfachen Download der Sharepoint 2010 Beta getan ist. Man muss nämlich, zumindest bei der Beta, unter Windows 7 einige Vorbereitungen durchführen und Hotfixes und Zusatztools installieren. Aber zuerst einmal der Reihe nach.

Als erstes installieren wir eine virtuelle Maschine mit Windows 7 64 Bit. Anschließend müssen einige Einstellungen per Hand und vor allem Patches und Zusatztools installiert werden.

Die Microsoft Seite Setting Up the Development Environment for SharePoint Server gibt einen sehr guten Überblick darüber welche Pre-Requisites unter welchem Betriebssystem erforderlich sind und welche manuellen Einstellungen bzw. Schritte vor der ausführen der setup.exe vom Sharepoint 2010 durchgeeführt werden müssen! Des Weiteren gibt es noch derzeit ein Problem mit WCF Services im Beta-Setup. Man bekomt den Fehler

System.Configuration.ConfigurationErrorsException: Unrecognized attribute ‘allowInsecureTransport’. Note that attribute names are case-sensitive. (C:\Program Files\Common Files\Microsoft Shared\Web Server Extensions\14\WebClients\\client.config line
).

The service application proxy “User Profile Service Application” could not be provisioned because of the following error: Unrecognized attribute ‘allowInsecureTransport’. Note that attribute names are case-sensitive. (C:\Program Files\Common Files\Microsoft Shared\Web Server Extensions\14\WebClients\Profile\client.config line 56).

Um dieses Problemzu behebn gibt es bei Microsoft einen Hotfix und einen Hotfix der dieses Problem etwas genauer beschreibt:

http://support.microsoft.com/kb/976462
http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=166231

Hier noch ein Dank an Jie Li!

Wenn man noch nicht installiert hat, dann bitte VOR dem ausführen der setup.exe der Sharepoint 2010 Installation diesen Fix einspielen und die Maschine einmal durchstarten. Wenn man bereits versucht hat Sharepoint 2010 zu installieren und mit der oben genannten Fehlermeldung gescheitert ist, dann bitte den Configuration Wizard schließen, den Hotfix einspielen, Maschine neu starten und nach erfolgtem Neustart den Configuration Wizard erneut starten und laufen lassen. Und voila! Setup läuft durch.

Als nächstes werden folgende Produkte nach der Reihe nach installiert. Dieser Beitrag wird entsprechend ergänzt:

Microsoft Office 2010 Beta, Microsoft Sharepoint Designer 2010 Beta und Microsoft Visual Studio 2010 Beta 2

Bei den Office 2010 und SPD2010 Installation gab es wie erwartet keine Probleme und die Installation sind einwandfrei durchgelaufen. Jetzt steht die VS2010 Installation an. Die VM is nun komplett fertig. Als nächstes steht die Entwicklung des ersten Visual WebParts an.

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Fix Publishing Pages Page Layout URL

Nach einer Migration oder einer Wiederherstellung von Sharepoint Sitecollections kann es passieren, dass nach dem Aufruf von Seiten folgende Fehlermeldung auftritt:

Für die Seite wird kein gültiges Seitenlayout verwendet. Beheben Sie das Problem, indem Sie die Seiteneinstellungen bearbeiten und ein gültiges Seitenlayout auswählen.

Eine reparaturmöglichkeit unter Websiteeinstellung etc. gibt es nicht. Auf der Seite http://stsadm.blogspot.com/2007/08/fix-publishing-pages-page-layout-url.html muss man die stsadm Erweiterung downloaden und installieren (addsolution, deploy, etc.). Anschließend steht im stsadm der Befehl fixpublishingpagespagelayouturl zur Verfügung. Nun muss man auf dem Frontendserver auf der Kommandozeile folgenden Befehl ausführen:

C:\>stsadm -o gl-fixpublishingpagespagelayouturl -url "http://server/sites/sitecollectionname/sc" -scope site -pagelayout "http://server/sites/sitecollectionname/_catalogs/masterpage/pagelayout.aspx, /_catalogs/masterpage/pagelayout.aspx"

Anschließend sollte der Fehler behoben sein!

Wichtig: Wenn eine Seite Ausgecheckt ist, kann dieser Befehl auf dieser Seite nicht greifen. Daher muss dann u.U. bei diesen einzelnen Seiten hingegangen werden, eingecheckt werden und anschließend muss dieser Befehl durchgeführt werden:

C:\>stsadm -o gl-fixpublishingpagespagelayouturl -url
http://server/sites/sitecolname/web -pagename "default.aspx" -scope page -pagelayout "http://server/sites/stiecolname/_catalogs/masterpage/pagelayout.aspx,
 /_catalogs/masterpage/pagelayout.aspx" -verbose
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Backup & Restore einer Sharepoint Site

Es ist beim Betrieb häufig erforderlich eine SiteCollection von einem Server auf einen anderen zu migrieren. Ein Beispiel dafür wäre die Migration vom Entwicklungssystem auf die Abnahmeumgebung, eine andere wäre die Migration von der Abnahme auf die Produktion.

Um eine Sitecollection migrieren zu können, muss man diese zuerst in eine Datei exportieren:

stsadm -o backup -url http://serverfrom/sites/olddemo -filename d:\demo.dat

Um diese Sitecollection auf einem anderen Server zu wiederherstellen muss folgender Befehl ausgeführt werden:

stsadm -o restore -url http://serverto/sites/newdemo -filename d:\demo.dat

Wie man sieht muss man nicht unbedingt unter dem selben Namen Wiederherstellen. Man kann also NPPDEMO auch als NPP wiederherstellen. Wichtig! Im oben Beispiel existiert diese Sitecollection zum Zeitpunkt des Wiederherstellens nicht! Folglich wird eine Sitecolelction OHNE eigene Inhaltsdatenbank erstellt. Um das zu umgehen bzw. eine Sitecollection MIT eigener Inhaltsdatenbank zu erstellen muss zuerst diese Sitecollection via der Kommandozeile mit Hilfe von STSADM erstellt und erst anschließend wiederhergestellt werden. Dabei ist zu beachten, dass der overwrite Parameter verwendet wird UND die Wiederherstellungs-URL identisch ist mit unserer zuvor erstellten SiteCollection.

stsadm -o restore -url http://serverto/sites/newdemo -filename d:\demo.dat -overwrite

Sitecollection via der Kommandozeile mit Hilfe von STSADM:

stsadm -o createsiteinnewdb -url http://serverto/sites/newdemo -owneremail username@domain.com -ownerlogin domain\account -title "Site Title" -databaseserver dbserver -databasename CONTENTDB_DEMO -lcid 1031
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